Kino

Aus Test Hör-Wiki

Ein Kinobesuch kann mit einer Hörschädigung schnell zur Entäuschung werden, weil die Dialoge nicht verstanden werden. Dafür gibt es folgende Erleichterungen, deren Vor- und Nachteile hier dargestellt werden sollen.

Induktive Höranlage

Manche Kinos bieten eine induktive Höranlage, die den Ton über die T-Spule direkt auf das Hörgerät/CI überträgt.

Vorteil

Der Ton wird direkt auf das Hörgerät/CI übertragen. Störgeräusche von anderen Kinobesuchern, wie Rascheln der Popcorntüten, fallen nicht so sehr ins Gewicht.

Nachteile

  • Das Hörgerät/CI muss über eine T-Spule verfügen
  • Nur wenige Kinos verfügen bisher über eine solche Höranlage, selbst viele große Multiplexkinos nicht
  • Nicht versorgte Hörgeschädigte profitieren nicht davon

GRETA-App

Eine Alternative ist die GRETA-App für das Smartphone/Tablet, die sowohl Ton als auch Untertitel anbietet.

Vorteile

  • Auch nicht versorgte Hörgeschädigte können sich Synchronfassungen einfach vom Smartphone auf Ohr-/Kopfhörer geben
  • Unabhängigkeit von den Gegebenheiten im Kino

Nachteile

  • Die Synchronisation/Untertitelung ist nur für ausgewählte Filme verfügbar. Die Filmverleiher und Produzenten entscheiden selbst, welche Filme sie wann über die GRETA-App zugänglich machen[1]
  • Bei der Synchronisation stört bei einer Resthörigkeit (einseitig oder beidseitig) der normale Kinoton, da dieser nicht ganz synchron mit dem Ton der GRETA-App kommt (und nicht immer genau den Dialogen im Film entspricht)
  • Nutzt man die Untertitel auf dem Smartphone lenkt das vom Bild auf der Leinwand ab

Weblinks

https://gretaundstarks.de/greta/home

Einzelnachweise