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Cochlea ist die lateinische Bezeichnung für Schnecke. Diese Bezeichnung erhielt die Hörschnecke wegen Ihrer äußeren Form. | Cochlea ist die lateinische Bezeichnung für Schnecke. Diese Bezeichnung erhielt die Hörschnecke wegen Ihrer äußeren Form. | ||
=== Elektroden | === Elektroden === | ||
An der Platine des Cochlea-Implantats befindet sich an einem Ende ein mehrere Zentimeter langer, silikonartiger Schlauch, der am Ende Elektroden beinhaltet. Diese Elektroden werden vorsichtig in die Hörschnecke eingeschoben. Je nach Hersteller gibt es Cochlea-Implantate mit einer unterschiedlichen Anzahl von Elektroden. Die aktivierten Elektroden ermöglichen es die Hörreize an den Hörnerv weiter zu geben. Im Rahmen der Erstanpassung und der Nachsorge werden die Elektroden von Audiologen entsprechend eingestellt, und ermöglichen so ein Optimierung des Hörvermögens. | An der Platine des Cochlea-Implantats befindet sich an einem Ende ein mehrere Zentimeter langer, silikonartiger Schlauch, der am Ende Elektroden beinhaltet. Diese Elektroden werden vorsichtig in die Hörschnecke eingeschoben. Je nach Hersteller gibt es Cochlea-Implantate mit einer unterschiedlichen Anzahl von Elektroden. Die aktivierten Elektroden ermöglichen es die Hörreize an den Hörnerv weiter zu geben. Im Rahmen der Erstanpassung und der Nachsorge werden die Elektroden von Audiologen entsprechend eingestellt, und ermöglichen so ein Optimierung des Hörvermögens. | ||
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=== Induktives Hören | === Induktives Hören === | ||
Der Begriff „induktives Hören“ bezeichnet die (Hör-)Wahrnehmung von schwerhörigen/ertaubten Personen, die eine induktive Höranlage bzw. Induktionsschleife nutzen. Damit kann beispielsweise bei Vorträgen oder Diskussionen die Teilhabe von Personen mit einer Hörbehinderung ermöglicht werden. Dabei werden die über ein Mikrofon aufgenommene (Audio-)Signale in analog an eine im Raum verlegte Induktionsschleife (Ringschleife) übermittelt. Schwerhörige und Etaubte Personen mit einem dazu passenden Empfänger greifen dieses Signal ab und erhalten die aufgenommen Signale direkt auf das Hörgerät/CI. Neben räumlich fest installierten Induktionsschleifen können auch mobile Anlagen zum Einsatz kommen. Dies ist vor allem bei Führungen oder Besichtigungen empfehlenswert. | Der Begriff „induktives Hören“ bezeichnet die (Hör-)Wahrnehmung von schwerhörigen/ertaubten Personen, die eine induktive Höranlage bzw. Induktionsschleife nutzen. Damit kann beispielsweise bei Vorträgen oder Diskussionen die Teilhabe von Personen mit einer Hörbehinderung ermöglicht werden. Dabei werden die über ein Mikrofon aufgenommene (Audio-)Signale in analog an eine im Raum verlegte Induktionsschleife (Ringschleife) übermittelt. Schwerhörige und Etaubte Personen mit einem dazu passenden Empfänger greifen dieses Signal ab und erhalten die aufgenommen Signale direkt auf das Hörgerät/CI. Neben räumlich fest installierten Induktionsschleifen können auch mobile Anlagen zum Einsatz kommen. Dies ist vor allem bei Führungen oder Besichtigungen empfehlenswert. |
Version vom 26. Januar 2022, 17:50 Uhr
Cochlea
Cochlea ist die lateinische Bezeichnung für Schnecke. Diese Bezeichnung erhielt die Hörschnecke wegen Ihrer äußeren Form.
Elektroden
An der Platine des Cochlea-Implantats befindet sich an einem Ende ein mehrere Zentimeter langer, silikonartiger Schlauch, der am Ende Elektroden beinhaltet. Diese Elektroden werden vorsichtig in die Hörschnecke eingeschoben. Je nach Hersteller gibt es Cochlea-Implantate mit einer unterschiedlichen Anzahl von Elektroden. Die aktivierten Elektroden ermöglichen es die Hörreize an den Hörnerv weiter zu geben. Im Rahmen der Erstanpassung und der Nachsorge werden die Elektroden von Audiologen entsprechend eingestellt, und ermöglichen so ein Optimierung des Hörvermögens.
Erstanpassung
Die Erstanpassung ist die erstmalige Inbetriebnahme des Hörsystems nach der Operation. Mit der Erstanpassung beginnt das Hörtraining des Patienten. Die ersten wahrgenommenen Geräusche/Sinneseindrücke sind oftmals nicht vergleichbar mit dem späteren Hören des Hörsystems. Zwischen der Erstanpassung und der Operation liegen meist einige Wochen Zeit, um die Regeneration zu ermöglichen.
Induktives Hören
Der Begriff „induktives Hören“ bezeichnet die (Hör-)Wahrnehmung von schwerhörigen/ertaubten Personen, die eine induktive Höranlage bzw. Induktionsschleife nutzen. Damit kann beispielsweise bei Vorträgen oder Diskussionen die Teilhabe von Personen mit einer Hörbehinderung ermöglicht werden. Dabei werden die über ein Mikrofon aufgenommene (Audio-)Signale in analog an eine im Raum verlegte Induktionsschleife (Ringschleife) übermittelt. Schwerhörige und Etaubte Personen mit einem dazu passenden Empfänger greifen dieses Signal ab und erhalten die aufgenommen Signale direkt auf das Hörgerät/CI. Neben räumlich fest installierten Induktionsschleifen können auch mobile Anlagen zum Einsatz kommen. Dies ist vor allem bei Führungen oder Besichtigungen empfehlenswert.
Die fest installierten Höranlagen können in öffentlichen Gebäuden (z.B. Behörden, Museen), Kirchen aber auch in Privaträumen installiert werden. Im Idealfall sind die jeweiligen Bereiche, in denen ein induktives Hören möglich ist, mit dem entsprechenden Signet (Ohr + T-Symbol) ausgewiesen. Wichtig ist, dass sich im Hörgerät bzw. CI ein entsprechender Empfänger (Telefon-Spule) vorhanden ist.